| Cook Incorporated, ein weltweit führendes
Unternehmen auf dem Gebiet minimal-invasiver medizinischer
Technologie mit einer Serie von Stents und Stentimplantaten,
sponsort eine klinische Studie zur Prüfung der
Sicherheit und Wirksamkeit eines neuen Geräts zur
Behandlung der peripheren Arterienerkrankung. In der
klinischen Studie wird der Zilver®-Stent benutzt.
Dieser Stent wurde mit Paclitaxel beschichtet und wird
auf seine Sicherheit und Wirksamkeit bei der Behandlung
der peripheren Arterienerkrankung untersucht.
Paclitaxel ist ein als Krebsmedikament zugelassenes
Mittel, das erfolgreich zusammen mit Koronarstents zur
Reduzierung des Risikos einer erneuten Verengung der
Herzkranzgefäße eingesetzt wird. Es wird
angenommen, dass Paclitaxel in Verbindung mit dem Zilver®-Stent
eine erneute Verengung der Arterien im Bein verhindern
hilft, nachdem der Verschluss mit Hilfe eines Stents
geöffnet wurde.
Ist
die Studie zum medikamentenbeschichteten Stent Zilver®
PTX™ das Richtige für Sie?
Nur Sie und Ihr Arzt können entscheiden, welche
Behandlung für Ihre periphere Arterienerkrankung
am besten ist. Dieses Informationsblatt enthält
nähere Einzelheiten über die klinische Studie
und hilft Ihnen, mit Ihrem Arzt über die für
Sie beste Behandlung zu sprechen.
Fragen
an den Hauptprüfarzt der Studie zum medikamentenbeschichteten
Stent Zilver® PTX™.
Dr. Michael Dake, Hauptprüfarzt der Studie zum
medikamentenbeschichteten Stent Zilver® PTX™
in den USA und Leiter der Radiologieabteilung des Gesundheitssystems
der Universität von Virginia, sprach vor kurzem
mit Cook über die Bedeutung der Studie und der
Forschungsarbeiten zur Bestimmung der besten Behandlungsmethoden
für die periphere Arterienerkrankung.
F: Was hoffen Sie - als Hauptprüfarzt
der Studie in den USA - mit Hilfe der Studie der Firma
Cook zum medikamentenbeschichteten Stent Zilver® PTX™
herauszufinden?
A: In der Studie von Cook wird zum ersten Mal ein medikamentenbeschichteter Stent bei Patienten mit peripherer Arterienerkrankung untersucht. Es soll die Sicherheit und Wirksamkeit des Stents Zilver® PTX™ im Vergleich zu einem als perkutane transluminale Angioplastie (PTA) bekannten Verfahren beurteilt werden. In der medizinischen Gemeinschaft gilt die PTA als die Therapie der Wahl für Patienten mit peripherer Arterienerkrankung. In dieser Studie soll die Fähigkeit des medikamentenbeschichteten Stents, die Arterie offen zu halten, im Vergleich zur PTA beurteilt werden.
F: Was unterscheidet die Verwendung
von medikamentenbeschichteten Stents in peripheren Arterien
von den überaus erfolgreichen medikamentenbeschichteten
Koronarstents, die in den letzten Jahren zugelassen
wurden?
A: Die Arterien in unserem Herzen und unseren Beinen bestehen zwar aus demselben Gewebe, sind jedoch sehr unterschiedlichen Belastungen und Herausforderungen ausgesetzt. In den Beinen ist ein Stent beispielsweise Belastungen durch Sport und Gehen ausgesetzt, die im Herzen nicht vorhanden sind. In dieser klinischen Studie der Firma Cook wird Paclitaxel am Stent angebracht, um herauszufinden, wie wirksam dieses Medikament für die Behandlung der peripheren Arterienerkrankung ist.
F: Welches Medikament wird für die
Beschichtung des Stents Zilver® PTX™ von Cook verwendet,
und wie verhindert es eine erneute Verstopfung der Arterie?
A. Beim Stent Zilver® PTX™
wird das Medikament Paclitaxel verwendet, eines der
für die Beschichtung von Koronarstents verwendeten
Mittel. Es soll das Gewebewachstum innerhalb des Stents
nach dessen Platzierung reduzieren und das Risiko einer
erneuten Verengung der Arterie mindern.
Unsere Körper sind sehr intelligent,
aber unsere Reaktionsmöglichkeiten auf Verletzungen
sind begrenzt. Wenn wir einen Ballon in den Körper
einführen, wird das Gefäß verletzt,
so ähnlich, wie wenn wir uns in den Finger schneiden.
Der Körper reagiert, indem er versucht, die Verletzung
durch eine Reihe von Ereignissen zu heilen, einschließlich
Blutgerinnung. In einigen Fällen kann es im Endergebnis
zu einer erneuten Verengung des Gefäßes durch
Narbenbildung kommen.
Durch das Paclitaxel auf dem Stent
soll die verletzte Stelle unter begrenzter Reaktion
des Blutgefäßes heilen, damit es nicht zu
einer das Gefäß verengenden Vernarbung kommt.
F: Wie kommt es zu Blockierungen in den peripheren Arterien? Ist es derselbe Vorgang wie bei den Herzkranzgefäßen?
A: Behinderungen in den Beinarterien
sind ziemlich dasselbe wie Blockierungen im Rest des
Blutkreislaufs einschließlich des Herzens und
der Blutgefäße, die das Gehirn versorgen.
Diese Blockierungen werden entweder durch die Ernährung
oder Lebensgewohnheiten verursacht oder sind erblich
bedingt. Unabhängig vom Grund bildet sich eine
Ansammlung von Verkalkungen, die das Gefäß einengt
und den Blutfluss behindert.
F: Was geschieht, wenn ein Stent in
ein Gefäß eingesetzt wird, und warum muss er mit einem
Medikament beschichtet werden?
A: Die medikamentenbeschichteten
Stents sind eine Kombination aus einem Stent - einer
Art Metallgerüst zum Offenhalten verengter Arterien
- und einem Medikament zur Verhinderung der erneuten
Verengung des Blutgefäßes. Diese Stents wurden
zuerst zur Behandlung von Kreislaufproblemen im Herzen
benutzt und erzielten hervorragende Ergebnisse. Medikamentenbeschichtete
Stents sind deshalb heute die Haupttherapieform für
Behinderungen des Koronarkreislaufs. Es wird gehofft,
dass eine ähnliche Technologie in den Beinen angewandt
werden kann, um Patienten mit peripherer Arterienerkrankung
zu helfen. In dieser Studie sollen die medikamentenbeschichteten
Stents in Arterien im Bein geprüft werden.
F: Wie wirkt Paclitaxel?
A. Die Wirkungsweise des Medikaments
beruht auf der Zellteilung. Dies ist im Bein wichtig.
Nach der Verletzung des Gefäßes soll die
Heilung gefördert werden, aber es darf nicht zu
einer Überproduktion von Zellen kommen, die das
Gefäß mit einer Narbe wieder verengen könnte.
Die periphere Arterienerkrankung ist
meistens das Ergebnis einer Arterienverkalkung (Atherosklerose),
die bei erhöhtem Cholesterinspiegel und/oder vermehrtem
Narbengewebe auftritt und bewirkt, dass die Arterien
sich verengen und der Blutfluss behindert wird. Arterienverkalkung
führt weltweit bei bis zu 30 Millionen Menschen
zu peripherer Arterienerkrankung, und deshalb ist es
sehr wichtig, die beste Behandlungsmethode für
diese Erkrankung zu finden.
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